Recotard

They've got a god in the basement you can use.

Warum der Hirntod kein Todeskriterium ist

leave a comment »

Jeder Mensch hat eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Davon ist der Theologieprofessor für Hans-Joachim Eckstein (Tübingen) überzeugt. (…) Jeder Mensch sehne sich nach Wertschätzung und Anerkennung. Viele fühlten sich jedoch ungeliebt. Christen könnten ihnen zusprechen, dass sie von Gott geliebt sind. Eine bedingungslose Liebe sei im Tiefsten nur in Gott und seinem Sohn Jesus Christus erfahrbar. (…) Eckstein zufolge glichen viele Menschen ihre Gottessehnsucht durch eine andere Sucht aus, etwa nach Erfolg, Sex oder Drogen. Ein erfülltes Leben sei jedoch nur durch eine Beziehung zu Jesus Christus möglich. Dies betreffe nicht nur das irdische, sondern auch das ewige Leben. Eckstein: „Christen können zwar noch sterben, aber sie können nicht mehr tot sein.“ Diese Erkenntnis sei für den Alltag befreiend. (idea.de)

christanlifeisexicting

Written by recotard

21. Mai 2015 at 14:22

Veröffentlicht in dessen

Tagged with

Der Priester und der Mameluck

with one comment

Am 20. Januar 2015 erteilte Bischof Felix Genn von Münster dem Priester Paul Spätling ein Predigtverbot, weil dieser am 19. Jänner bei einer “Pegida”-Kundgebung in Duisburg sprach. Hw. Spätling antwortete seinem Bischof am 18. Februar 2015 mit einem epischen Schreiben, in dem alles vorkommt, von den “Muselmanen” über die Pädophilie und Karnickel bis zu ominösen “größten Umwälzungen”, die uns drohen, wenn nicht schleunigst eine Herz-Jesu-Weihe stattfindet (denn: “Die entscheidenden Siege über die Türken wurden in der Neuzeit durch das Rosenkranzgebet errungen.”). Mein Lieblingsstück aber ist jenes, in dem Spätling schreibt:

Der Dichter Gotthold Ephraim Lessing sagte: “Angst zeiget nur der Mameluck.” Haben wir doch keine Angst davor, die staatliche Reputation und dann auch die Deputation zu verlieren!

Beinahe richtig. Das Zitat stammt nicht von Lessing, sondern von Schiller, es lautet nicht “Angst zeiget nur der Mameluck”, sondern im Gegenteil “Mut zeiget auch der Mameluck” und geht übrigens weiter mit “Gehorsam ist des Christen Schmuck”. Aber da die Reputation ohnedies beim Teufel ist, lassen wir es auf sich beruhen. Wie schon Maria sagte: “Lasset die Kinder nicht zu sich kommen.”

Written by recotard

20. Mai 2015 at 12:52

Veröffentlicht in dessen

Tagged with

Apologet des Tages

with one comment

Die Bibel sagt nichts zu homosexueller Orientierung und lehnt homosexuelle Menschen an keiner Stelle ab. Diese Auffassung vertrat der Leiter der Biblisch-Theologischen Akademie im Forum Wiedenest (früher: Missionshaus Bibelschule Wiedenest), Horst Afflerbach (Bergneustadt) (…)
Wenn man darauf hinweise, dass gleichgeschlechtlicher Sexualverkehr vor Gott ein Gräuel sei, dürfe man nicht außer Acht lassen, dass das Wort 117 Mal in der Bibel vorkomme und sich auch auf Götzendienst, Kinderopfer, Zauberei, Wahrsagerei, Toten- und Geisterbeschwörung, Ehebruch, Inzest, den Verzehr von Hasen- und Schweinefleisch, das Tragen von Männerkleidung bei Frauen und die Wiederheirat geschiedener Frauen beziehe. (idea.de)

Gott – diese Auffassung vertritt der Leiter der Biblisch-Theologischen Akademie – quatscht nur so daher. Er meint’s ja nicht so: Geht hin und lest die Bibel, wo sowieso alles verdammt wird, sogar das Kinderopfer. Man muss das eben im historischen Kontext sehen:

Manche biblischen Äußerungen verstünden Christen heute anders als früher,

und die Zauberer unter uns wird’s freuen (die Ehebrecher ignorieren’s eh), wenngleich die Hasen wieder die Arschkarte kriegen. Warum das Tragen von Frauenkleidern bei Männern nicht explizit verdammt wird, weiß ich freilich nicht. Versteh’ aber auch einer Gott:

„Es gibt klare Ordnungen, und Gott macht Ausnahmen, die die Rechtgläubigen auf die Palme gebracht haben.“

Written by recotard

17. Mai 2015 at 05:07

Veröffentlicht in dessen

Tagged with , ,

Eine Selbstverständlichkeit

with one comment

Das Katholische Büro empfiehlt den Abgeordneten, in der Gesetzesneufassung Lehrern zu verbieten, “politische, religiöse, weltanschauliche oder ähnliche äußere Bekundungen abzugeben”, welche die Neutralität des Landes gegenüber Schülern und Eltern gefährdeten oder den Schulfrieden störten. Besonders müsse ein äußeres Verhalten von Lehrkräften für unzulässig erklärt werden, das gegen Menschenwürde, Gleichberechtigung, Freiheitsgrundrechte oder die freiheitlich-demokratische Grundordnung auftrete, schreibt der Leiter des Katholischen Büros, Antonius Hamers, an das Landesparlament [NRW]. Es sei “eine Selbstverständlichkeit”, dass die gesamte christliche Symbolik nicht unter einen solchen Ausschluss falle. (kath.net)

Aber woher denn? Eben die christliche Symbolik stellt ja das wahre Bollwerk gegen die Gefahr dar,

dass es zu Störungen des Schulfriedens komme, weil von Dritten das Ziel verfolgt werde, “gegen religiöse Symbolik vorzugehen”.

Written by recotard

12. Mai 2015 at 09:46

Veröffentlicht in dessen

Tagged with

Vor Hardrock wird gewarnt

with 3 comments

kath.net teilt mit:

Vor den Gefahren von Filmen, die das Okkulte positiv darstellen, haben Exorzisten bei einem katholischen Kongress in Rom gewarnt. (….) Spielfilme über Teufelsaustreibungen verzeichnen nach ihrer Ansicht das Phänomen dämonischer Besessenheit; sie könnten besonders für junge Zuschauer das Böse als „sexy“ darstellen. Jugendliche würden auch durch Musikstile wie Hardrock oder Heavy Metal, die satanische Botschaften verbreiten, zum Okkultismus verführt, so der italienische Religionssoziologe Prof. Guiseppe Ferrari. Nach seinen Erkenntnissen wächst die Zahl der Vampir-Gruppen, die Menschenblut trinken. Diese Gemeinschaften verleiteten auch zu speziellen sexuellen Praktiken, um dadurch besondere Kräfte zu erlangen.
Weltweit wächst die Nachfrage nach Teufels- und Dämonenaustreibungen. So suchen jedes Jahr schätzungsweise rund 500.000 Italiener, die sich für besessen halten, Exorzisten auf. (…) Das Phänomen der Besessenheit werde oft unterschätzt. Betroffen seien geistig völlig gesunde Männer und Frauen, die aber, wenn sie wirklich vom Teufel besessen seien, unvorstellbar litten. (…)
In Deutschland werden nach Expertenschätzungen pro Tag zwei bis drei Teufelsaustreibungen in der katholischen Kirche durchgeführt; in der evangelikalen Strömung soll es etwa ein halbes Dutzend sein.

Wer aber fordert, diese Idiotenbanden endlich zu verbieten, der stört die “friedliche Koexistenz der Religionen”.

Written by recotard

25. April 2015 at 08:09

Veröffentlicht in dessen

Tagged with , , ,

Wider die Reduzierung der Wirklichkeit

with one comment

Nur zu glauben, was man auch sehen kann, ist für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) nicht akzeptabel. “Das halte ich, offen gesagt für Unsinn”, sagte Heinrich Bedford-Strohm der Berliner Wochenzeitung “Die Kirche”: “Die Reduzierung der Wirklichkeit auf das empirisch Messbare ist ein Ausdruck der Verarmung. Das ist, als würde man sagen, der Mensch ist nur ein Haufen Wasser, Eiweiße, Fette und Mineralstoffe.” (epd.de)

Written by recotard

23. April 2015 at 19:54

Veröffentlicht in dessen

Tagged with

Wir sind nicht frei in der Entscheidung

with 2 comments

Landesbischof Frank Otfried July teilt mit:

“Ich wende mich entschieden gegen die Verklärung des Suizids als Freitod – das ist er nie. Wir sind nicht frei in der Entscheidung zu sterben.“ Deshalb sei es unser christlicher Auftrag, gerade Menschen in ihrer Schwachheit, Krankheit und Sterblichkeit ihre unantastbare Würde erfahren zu lassen. (glaubeaktuell.net)

Da wir nicht frei in der Entscheidung zu sterben sind, ist es unser christlicher Auftrag, den Menschen zu verbieten, sich zu sterben zu entscheiden. Auf diese Weise lassen wir sie in ihrer Sterblichkeit ihre unantastbare Würde erfahren, ob sie wollen oder nicht. Wer sich aber gegen die Verklärung des Sterbens als würdevoll wendet – da wir nun einmal nicht frei in der Entscheidung zu sterben sind – , dem hält sein katholischer Kollege Bischof Fürst entgegen:

„Eine einvernehmliche Tötung ist die Resignation vor der Aufgabe des Bestehens im Sterben.“

Denn wer aufgibt, der resigniert vor der Aufgabe des Bestehens im Vergehen. Gott hat eben ein Bündnis mit den Menschen geschlossen, und man weiß ja, wie das mit Bündnissen so geht: Da gibt es kein Safeword und keine freie Entscheidung. “Gott?” – “Ja, meine geile Sklavenschlampe?” – “Darf ich jetzt bitte sterben?” Zur Antwort erhält man einen Bischof irgendwo hineingerammt, dass der Atem wegbleibt und das Weihwasser in die Augen tritt. Jetzt, weiß man, ist es soweit: Endlich kann man es nicht mehr ertragen und alles ist aus. Doch da kommen die christlichen Auftragnehmer. Sie lächeln, sie halten unfinanzierbare medizinische Apparate hoch und sagen, sie kämen wegen der Würde. “Würde – ich würde lieber – ” röchelt man, doch schon erscheint Gott, betäubend nach Fusel riechend, im Türrahmen, in seiner Hand ein gefüllter Kelch. (…)

Written by recotard

17. April 2015 at 17:39

Veröffentlicht in dessen

Tagged with ,

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: