Recotard

They've got a god in the basement you can use.

Religiöser Analphabetismus

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Martin Schmidt, Kirchenratspräsident evang.-ref. Kirche Kanton St. Gallen betonte die gute ökumenische Verbundenheit. Zu den anwesenden Religionslehrpersonen sagte er: «Ich freue mich, dass es Menschen gibt, die dem religiösen Analphabetismus entgegenwirken». Religionspädagoginnen seien keine «diplomierten Märchentanten» sondern qualifizierte Fachkräfte. (kath.ch)

Religiöser Analphabetismus – die Unfähigkeit, aus Eingeweiden zu lesen – ist in der Tat ein Problem. Man sollte über diese Dinge Bescheid wissen; sie zählen zum Grundstock unserer Kultur, und jeder sollte, gleich, wie er persönlich dazu steht, wissen, wie viele Gebote es gibt, aus wie vielen Personen die Trinität besteht und um der Ehre welches Propheten willen Gott zwei Bärinnen sandte, um wieviele Kinder zu zerreissen. Gerade dies, denn:

«Kinder haben ein Recht darauf, mit ihren Fragen nicht alleine gelassen zu werden», sagte Prof. Helga Kohler-Spiegel. Auch Florin Rupper unterstrich diese Aussagen.

An dieser Stelle sind Sie, liebe/r Leser/in, eingeladen, Ihr religiöses Wissen zu testen und die hier gestellten Fragen für sich zu beantworten. Wir spielen inzwischen ein wenig Musik.

Fertig? Hier ist die Auflösung: Es sind 12 Gebote, der Prophet hieß Elisa und zerrissen wurden 42 Kinder (Könige 2:23). Mit der Dreifaltigkeit aber ist es so:

Die Trinität ist eine. Wir bekennen nicht drei Götter, sondern einen einzigen Gott in drei Personen: die „wesensgleiche Dreifaltigkeit“ (2. K. v. Konstantinopel 553: DS 421). Die göttlichen Personen teilen die einzige Gottheit nicht untereinander, sondern jede von ihnen ist voll und ganz Gott: „Der Vater ist dasselbe wie der Sohn, der Sohn dasselbe wie der Vater, der Vater und der Sohn dasselbe wie der Heilige Geist, nämlich von Natur ein Gott“ (11. Syn. v. Toledo 675: DS 530). „Jede der drei Personen ist jene Wirklichkeit, das heißt göttliche Substanz, Wesenheit oder Natur“ (4. K. im Lateran 1215: DS 804).
Die drei göttlichen Personen sind real voneinander verschieden. Der eine Gott ist nicht „gleichsam für sich allein“ (Fides Damasi: DS 71). „Vater“, „Sohn“, „Heiliger Geist“ sind nicht einfach Namen, welche Seinsweisen des göttlichen Wesens bezeichnen, denn sie sind real voneinander verschieden: „Der Vater ist nicht derselbe wie der Sohn, noch ist der Sohn derselbe wie der Vater, noch ist der Heilige Geist derselbe wie der Vater oder der Sohn“ (11. Syn. v. Toledo 675: DS 530). Sie sind voneinander verschieden durch ihre Ursprungsbeziehungen: Es ist „der Vater, der zeugt, und der Sohn, der gezeugt wird, und der Heilige Geist, der hervorgeht“ (4. K. im Lateran 1215:DS 804). Die göttliche Einheit ist dreieinig.

Hätten Sie’s gewusst?

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Written by recotard

14. April 2014 at 05:28

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21 Antworten

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  1. Ich habe jetzt ja schon seit einiger Zeit keine Prüfung im engeren Sinne mehr abgelegt, erinnere mich aber noch gut an meinen glühenden Hass gegen Fragen wie dein

    wie viele Gebote es gibt

    Hättest du wenigstens auch die anderen möglichen Antworten gelten lassen, oder hätte es nur für “12″ die volle Punktzahl gegeben?
    (Und ja, ich habe diese Alternativfrage jetzt bewusst so formuliert, dass sie gar nicht wirklich die einzigen zwei möglichen Alternativen erfasst, einfach aus Rache,
    Ich Fuchs, ich.)

    Muriel

    14. April 2014 at 07:31

    • Wie viele Finger halte ich hoch, Muriel?

      recotard

      14. April 2014 at 07:34

      • Schließen “Finger” deine Zehen mit ein?

        Muriel

        14. April 2014 at 14:36

        • Oh weh, nun erstreckt sich dein Relativismus schon auf die Gliedmaßen. Verflucht sei das Glutamat!

          recotard

          14. April 2014 at 15:06

          • “Glutamat” im Sinne von Glutaminsäure, deren Anion, speziell Mononatriumglutamat oder als Oberbegriff für Glutamate im Allgemeinen?

            Muriel

            14. April 2014 at 15:32

            • Nein, einfach im repräsentativen Sinne von “alles, was böse ist”. (Dass niemand am Sabbath Glutamat esse. Auch nicht am Montag. Oder am Dienstag. Oder wenn’s regnet. Oder bei Sonnenschein. Oder bei Nacht. Oder wenn’s noch nicht Nacht ist, aber auch schon zu dunkel, um ohne Licht zu essen.)

              recotard

              14. April 2014 at 15:50

              • “böse“ ist ja auch ein dehnbarer Begriff …

                Muriel

                14. April 2014 at 15:58

                • Der Teufel ist ja auch eine alte Hure.

                  recotard

                  14. April 2014 at 16:16

                  • Hure im weiteren oder im engeren Sinne?

                    Muriel

                    14. April 2014 at 16:22

                    • Je nachdem, wieviel Du zu zahlen bereit bist.

                      recotard

                      14. April 2014 at 16:23

                    • Ist mir jetzt zu doof, noch nach der Währung zu fragen. Oder was meinst du?

                      Muriel

                      14. April 2014 at 16:24

                    • Mensch, hast Du keine Kreditkarte?

                      Ad “doof”: Ich glaube daran, dass der menschliche Geist Auslauf braucht. Ich kann aber auch den Empörten mimen, wenn Du das brauchst.

                      recotard

                      14. April 2014 at 16:30

                    • “Brauchen” ist ja ein so dehnba-
                      Also, was ich sagen will: Mit Kreditkarten bezahlt man ja auch in Währungen, ob mans nun merkt oder nicht.

                      Muriel

                      14. April 2014 at 16:34

                    • Das ist ja eben mein Punkt: Was ich nicht merke, macht mich nicht nachdenklich. Auf diesem Axiom beruht unsere Existenz.

                      recotard

                      14. April 2014 at 16:36

                    • Mich machen ganz viele Dinge nachdenklich, die ich nicht merke.
                      Echt jetzt.

                      Muriel

                      14. April 2014 at 16:38

                    • Hast du ja aber anscheinend bemerkt.

                      Muriel

                      14. April 2014 at 16:52

      • Also die Juden haben 2.600 Jahre lang sehr genau nachgezählt und sind insgesamt auf 613 Gebote gekommen. Möglicherweise haben sie aber etwas übersehen, wer weiß das schon.

        manglaubtesnicht

        14. April 2014 at 14:52

        • (…)
          330. Dass Niemand seiner Mutter Scham enthülle. 3. B. M. 28,8.
          331. Auch nicht der Schwester Scham.
          332. Auch nicht die seines Vaters Weib.
          333. Auch nicht die der Schwester von Vater- oder Mutterseite.
          334. Auch nicht die der Tochter seines Sohnes. 3. B. M. 18,10.
          335. auch nicht die der Tochter seiner Tochter.
          336. Dass Niemand die Scham seiner Tochter enthülle. 3. B. M. 18,10.
          337. Dass Niemand die Scham seines Weibes und zugleich die ihrer Tochter.
          338. Auch nicht die der Tochter ihres Sohns, oder
          339. die der Tochter ihrer Tochter.
          340. Auch nicht die der Schwester seiner Mutter, oder
          341. die der Schwester seines Vaters.
          342. Dass Niemand die Scham des Weibes seines Vaters Bruders enthülle. 3. B.
          M. 18,14.
          343. Auch nicht die Scham des Weibes seines Sohnes.
          344. Dass Niemand die Scham seines Bruders Weibes enthülle.
          345. Dass Niemand seines Weibes Schwester Scham enthülle.
          346. Auch nicht die einer unreinen Freu.
          347. Auch nicht die eines anderen Weibes.
          (…)

          (Quelle)
          Das muss doch einfacher gehen!

          recotard

          14. April 2014 at 15:07

          • Nun, Gott obsessiert ja nicht nur über die Geschlechtsteile kleiner Kinder, sondern gibt auch ganz pragmatisch handwerkliche Ratschläge:

            “Wenn du dir ein Haus baust, musst du den Rand des Flachdaches mit einem Geländer schützen. Wenn jemand vom Dach stürzt und dabei den Tod findet, lädst du schwere Schuld auf dich und alle, die in dem Haus wohnen.” (5 Mose 22, 8)

            Da kann man sich doch wirklich nicht beschweren, oder?

            manglaubtesnicht

            14. April 2014 at 16:08


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